Wasser im Hochbau

Wasser im Hochbau

Das Thema Bauen und Wasser wurde in den letzten Jahren – auch auf Grund der Häufung von Schadensfällen – immer präsenter und brisanter. Unsere Erfahrung zeigt, dass das Thema Wasser bei neuen Bauvorhaben immer mehr in den Vordergrund rückt und sich das Bewusstsein der beteiligten Personen (Behörden, Parteien, Nachbarinnen und Nachbarn etc.) dahingehend in den letzten Jahren deutlich gewandelt hat. Zahlreiche Bauträger und Wohnbaugesellschaften wie auch Industriebetriebe und Private vertrauen auf unsere Erfahrung im Hochwasser- und Hangwasserschutz sowie in der Bewirtschaftung der anfallenden Oberflächenwässer bestehender oder geplanter Objekte.

Eine Einbindung in den Entwicklungsprozessprozess ist zu einem möglichst frühen Zeitpunkt vorteilhaft, wobei die Planungen in Zusammenarbeit mit den Architektinnen und Architekten erfolgen. Wegen der meist beengten räumlichen Verhältnisse sind kreative Lösungen erforderlich, die funktionell, wirtschaftlich und bewilligungsfähig sind, aber auch Nachteile für Dritte ausschließen.

Die Vorabsprache mit den zuständigen Behörden und die Einreichung zur bau- oder wasserrechtlichen Bewilligung werden ebenfalls durch unser Büro durchgeführt. Auch im laufenden Bewilligungsverfahren unterstützen wir Sie gerne mit Beratungstätigkeiten.

Oberflächenentwässerung

Der Nachweis einer Norm- bzw. Regelwerk-konformen Verbringung der Niederschlagswässer wird bei neuen Bauvorhaben durch die zuständigen Behörden eingefordert. Dabei kann je nach vorherrschenden örtlichen Bodenverhältnissen eine Versickerung (z.B. über Sickerschächte, Sickerkörper, Mulden und Sickerbecken) oder eine gedrosselte Ableitung der Wässer (Retentionsbecken, Speicherkanäle, etc.) in Gewässer oder Kanäle erforderlich sein. Insbesondere für verunreinigte Wässer von Verkehrsflächen gibt es klare Vorgaben für eine erforderliche Vorreinigung.

Viele Flächen, auf denen z.B. Siedlungs-, Industriebauten, Parkplätze errichtet werden sollen, können dabei nur mit komplexen Maßnahmen entwässert werden. Dabei ist nicht nur auf eine funktionierende Regenwasserableitung zu achten, sondern vor allem darauf, dass keine zusätzliche Belastung für Gewässer, Regenwasserkanäle oder angrenzende Grundstücke entsteht. Wir planen alle erforderlichen Baumaßnahmen und können bei Bedarf auch die Grundlagenerhebung wie die Durchführung von Sickerversuchen anbieten. Bei komplexen Untergrundverhältnissen greifen wir auf kompetente Partnerbüros im Bereich der Geotechnik zurück, mit denen wir bereits eine langjährige Zusammenarbeit pflegen.

Bauen im Hochwasserabflussbereich

Immer mehr Bauerwartungsland, aber auch bestehendes Bauland befindet sich in durch Hochwässer gefährdeten Bereichen. Für eine Widmung als Baugrund bzw. für die Durchführung von Baumaßnahmen ist die entsprechende Eignung der Fläche nachzuweisen oder durch Maßnahmen zu erreichen. Befinden sich die Maßnahmen im 30-jährlichen Abflussraum, so ist auch um eine wasserrechtliche Bewilligung anzusuchen. Voraussetzung für eine wasserrechtliche Bewilligung ist der Nachweis, dass keine allgemeinen wasserwirtschaftlichen Nachteile oder Beeinträchtigungen für angrenzende Grundstücke entstehen. Wegfallende Retentions- bzw. Sickerflächen müssen daher kompensiert werden.

Wir führen Beratungen und Baugrundbegutachtungen durch und erstellen die notwendigen Unterlagen für Widmungsverfahren bzw. die für die baurechtlichen und wasserrechtlichen Bewilligungsverfahren erforderlichen Gutachten. Im Bedarfsfall planen wir die für ein bewilligungsfähiges Projekt erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen.

Hangwasserschutz

Neben der Gefährdung durch Hochwasserabflüsse von Gewässern ist bei vielen Bauvorhaben in Hanglagen oder auch in Siedlungsräumen eine Bedrohung durch Hangwässer gegeben, die vor allem bei lokalen Starkregenereignissen ein maßgebliches Gefährdungspotential bergen. Neben der Betrachtung von einzelnen Bauvorhaben hinsichtlich des Eigenschutzes und der möglichen Auswirkungen auf Unterlieger sind oft großräumige Betrachtungen und Lösungen notwendig, auch um z.B. schon bestehende Siedlungsbereiche schützen zu können.

Wir führen die Erhebung des möglichen Gefährdungspotentials durch die Erstellung von Fließpfadkarten und der Berechnung der möglichen Hangwasserabflüsse – bei großräumigeren Maßnahmen in der Regel mit Erstellung von Niederschlags-Abflussmodellen – durch und planen die erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen wie z.B. Rückhaltemaßnahmen oder Ableitung.