Eröffnung weiterer Hochwasserschutzbauten in Graz

Im Zuge einer Pressekonferenz wurde durch Bürgermeister Siegfried Nagl und Landesrat Johann Seitinger mit der Eröffnung des Rückhaltebeckens St. Peter und dem nächsten Abschnitt des Linearausbaus am Petersbach ein weiterer großer Schritt im Hochwasserschutz für Graz und somit im Rahmen des „Sachprogramms Grazer Bäche“ umgesetzt. Gleichzeitig wurde das Rückhaltebecken Zusertalgasse am Zusertalgerinne und ein Bachausbau am Schöcklbach ihrer Bestimmung übergeben. Auch weitere Hochwasserschutzprojekte in Graz sind in Planung bzw. stehen kurz vor der Umsetzung.

 


 

Eröffnung weiterer Hochwasserschutzbauten in Graz

 

Der Ausbau des Petersbaches ist mit 28 Millionen Euro Gesamtkosten das teuerste, schwierigste und umfangreichste Hochwasserschutzprojekt in Graz. Nachdem in den letzten Jahren bereits der Ausbau des Petersbaches bachab des nun fertig gestellten Rückenhaltebeckens in mehreren Bauabschnitten erfolgte, konnte mit diesem Becken endlich der Schutz vor bis zu 100-jährlichen Ereignissen sichergestellt werden. Besonderheit dieses Beckens, das im Nebenschluss errichtet wurde, ist zweifelsohne der Grundteich. Mit seinen Flachwasserzonen bietet er bereits kurz nach Fertigstellung zahlreichen Tier- und Pflanzenarten eine neue Heimat und bildet einen inmitten eines unter hohem Bebauungsdruck stehenden Stadtgebiet wertvollen Naturraum.

Fotorechte: Foto Fischer

Wie auch bei den Maßnahmen am Unterlauf war die Hydroconsult im Auftrag des Landes Steiermark und in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Graz mit der wasserbaulichen Planung betraut. Nach Erstellung der Einreichplanung folgte in Zusammenarbeit mit der IKK Engineering die Ausschreibungs- und Ausführungsplanung. Die Umsetzung wurde von der Hydroconsult als wasserrechtliche Bauaufsicht begleitet und auch zukünftig werden wir als Beckenverantwortlicher dem Becken weiterhin verbunden bleiben. Am Ausbau des Oberlaufs samt einem zweiten Rückhaltebecken wird bereits in Form der Einreichplanung tatkräftig gearbeitet.

Fotorechte: Picfly

Am Zusertalgerinne wurde ein weiteres Rückhaltebecken fertig gestellt. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse und dem Ziel, ein möglichst unauffälliges Bauwerk am Waldrand umzusetzen, wurde eine vermutlich bisher einmalige Bauweise gewählt. So bildet eine Spundwand nicht nur die erforderliche Abdichtung, sondern ist auch weitgehend das statisch stützende Element. Die Spundwand wurde mit bewehrter Erde lediglich verkleidet, sodass bei möglichst niedriger Dammhöhe ein Maximum an Retentionsvolumen geschaffen werden konnte. Durch die Begrünung fügt sich das Becken schon jetzt optimal in die Landschaft ein, wobei die geplanten Bepflanzungsarbeiten noch gar nicht ausgeführt wurden.

Fotorechte: Picfly

Im Auftrag der Wirtschaftskammer Steiermark war die Hydroconsult bereits seit 2016 mit einer Machbarkeitsstudie beschäftigt. Es folgten die Einreichplanung und in Zusammenarbeit mit der IKK Engineering die Ausschreibungs- und Ausführungsplanung sowie die örtliche Bauaufsicht.

Fotorechte: Foto Fischer

Der kürzlich fertig gestellte Bachausbau zwischen dem Jugendzentrum Andritz und dem Rotmoosweg stellt den nächsten Bauabschnitt des Hochwasserschutzes für den Schöckelbach in Andritz dar. Im Zuge der Einreichplanung bzw. für die Förderabwicklung wurden von der Hydroconsult dabei die 2d-hydraulischen Abflussberechnungen durchgeführt. Demnächst erfolgt auch noch der Spatenstich für den Lückenschluss der Schutzmaßnahmen am Gabriachbach, wo die Hydroconsult u.a. die Einreichplanung erstellt hatte.

Bericht der Stadt Graz