30 Jahre Hydroconsult

30 Jahre Hydroconsult

Am 1. September 2022 feiert die Hydroconsult ihr 30-jähriges Bestehen.  Eine Rückschau verdeutlicht die lebhafte Geschichte der Hydroconsult, die stets mit den zeitlichen Herausforderungen Schritt hielt, sich wandelte und zugleich fortwährend ein Garant für Qualität und Kontinuität blieb.

1992 gründete Dr. Bernhard Sackl in der St. Veiter Straße in Graz Andritz die Hydroconsult als Ingenieurbüro für Kulturtechnik und Wasserwirtschaft.  Grundlage für den erfolgreichen Aufbau des Unternehmens bildete Dr. Sackls  Dissertation (1987), in der er sich mit der Ermittlung von Bemessungshochwasserganglinien auseinandersetzte. Das Themengebiet der Hydrologie bildete sodann zusammen mit den Fachbereichen Hydraulik und konstruktiver Wasserbau die Hauptaufgabenfelder zu Beginn der Bürotätigkeiten des Unternehmens, das zu dieser Zeit vier Mitarbeiter_innen beschäftigte. Alle Fragen des Hochwasserschutzes waren in der 30-jährigen Unternehmensgeschichte ein zentraler fachlicher Schwerpunkt. 2003 wurde das kontinuierlich wachsende Einzelunternehmen in eine GmbH umgewandelt.

Die Hydroconsult bewies sich nicht zuletzt aufgrund ihrer Innovationsfreudigkeit. In den 1990er-Jahren waren 1-dimensionale hydraulische Berechnungen Stand der Technik, jedoch gab es zum Beginn der fortschreitenden Verbreitung von Windows keine geeignete Software für das Ingenieurwesen. Etwa 1995 entwickelte und etablierte die Hydroconsult das Programm WASPI („Wasserspiegellagen-Berechnung“), das sich aufgrund seiner Benutzerfreundlichkeit rasch im deutschen Sprachraum als Standard für 1d-Berechnungen verkaufte. Später folgten Erweiterungen von WASPI, die die Auswertung von 2d-hydraulischen Berechnungen wesentlich erleichtert. Das Modul „N2D“ zur Niederschlag-Abfluss-Modellierung, kombiniert mit einer 2d-hydraulischen Berechnung von Hangwässern, ergänzte schließlich das umfangreiche WASPI-Paket.

Nach 20 Jahren als eigenständiges Unternehmen erfolgte 2012 der Verkauf der Hydroconsult an die IKK ZT GmbH und DI Thomas Scaria trat in die Geschäftsführung mit ein. Im Zuge der Pensionierung von Dr. Sackl Ende 2013 übernahm Dr. Valentin Gamerith seine Agenden als Co-Geschäftsführer. Als 2018 die IKK ZT GmbH Teil des BKW Engineering Netzwerks wurde, entstand die IKK Group als Muttergesellschaft der Hydroconsult GmbH.  Im Juli 2020 stellte der Umzug von der St. Veiter Straße in die neuen Büroräumlichkeiten in der Reinighausstraße einen wesentlichen Schritt in der Unternehmensgeschichte dar. An diesem modernen Standort versammeln sich nunmehr alle Gesellschaften der IKK Group: Hydroconsult GmbH, IKK Engineering GmbH, Daninger & Partner Engineering GmbH, Witrisal GmbH und TBH Ingenieur GmbH. Nach dem Ausscheiden von Dr. Gamerith Ende 2021 folgte ihm DI (FH) Manfred Weiss als Prokurist nach.

Eine Aufzählung der durchgeführten Projekte im Laufe des 30-jährigen Bestehens der Hydroconsult würde alle Grenzen dieser unternehmensgeschichtlichen Kurzdarstellung sprengen. Daher seien an dieser Stelle nur einige Höhepunkte erwähnt, weitere Highlights können auf der Webseite nachgelesen werden. Zwei der bekanntesten und umfangreichsten Projekte stellen der Hochwasserschutz Machland (Baulose 2-Mitterkirchen, und 3-Baumgartenberg) sowie der Hochwasserschutz St. Georgener Bucht, beide an der Donau dar. Weitere wasserbauliche und Hochwasserschutz-Projekte wurden in allen Teilen Österreichs realisiert, wie z. B. im Zuge der Koralmbahn oder dem Sachprogramm Grazer Bäche. Im Bereich der Hydraulik konnten zahlreiche Gewässerentwicklungskonzepte und Abflussuntersuchungen einschließlich der Gefahrenzonenplanung und im Bereich Hydrologie vor allem Niederschlag-Abfluss-Modelle umgesetzt werden. Die Planung von Wasserkraftwerken erfolgte auch international, etwa in Albanien oder Georgien. Mit WASPI-N2D ist die Hydroconsult ein Vorreiter in der Hangwasserberechnung und bei der Erstellung von Hangwasserkarten für mehrere steirische Gemeinden tätig. Oberflächenentwässerungsprojekte bearbeiteten die hochqualifizierten Mitarbeiter_innen des Unternehmens sowohl für Hochbauvorhaben, als auch beispielsweise für Autobahnen. Mit der zunehmenden Starkregenproblematik hat sich auch die Bedeutung der Oberflächenentwässerungsplanung erhöht, die heute zu den wichtigsten Aufgaben der Hydroconsult zählt.